Press Quotes

Es geht um vergessene Naturforscherinnen. Es geht um Hebammen, die der Hexerei verdächtigt und hingerichtet wurden. Aber es geht auch um Machtstrukturen in der modernen Forschung, zum Beispiel in der Medizin, die immer noch auf den Mann ausgerichtet ist.

Sonja NeukirchenHerzog MagazinVOICEOVER SCIENCE – Das ist alles nur geklaut.

Je mehr man sich mit dem Thema auseinandersetzt, desto bewusster wird einem, wie viele Beispiele von Wissenschaftlerinnen es gibt, an deren Arbeit sich später ein Mann bereichert hat“, sagt Findlay. Beispiele dafür gibt es überall auf der Welt, das Kollektiv hat nach Spuren in Jülich gesucht und sich dafür durch Bücher über Hexenverbrennung im Stadtarchiv gegraben, mit Wissenschaftlerinnen am Forschungszentrum gesprochen und sich in der Stadt umgesehen.

Kristina ToussaintAachener ZeitungVOICEOVER SCIENCE – Das ist alles nur geklaut.

Denn die problematischen Strukturen am Theater und die Narrative auf der Bühne lassen sich nicht voneinander trennen. Sie bedingen einander. Vielleicht gehören sie sogar zu ein und demselben Narrativ, und gerade deshalb ist es so gewagt zu sagen: „Ich spiel das nicht.“ Weil ein „Ich spiel das nicht“ zur gleichen Zeit eben auch ein „Ich spiel da nicht mit“ signalisiert. Weil Märchen auf der Bühne von einem Status Quo erzählen, der hinter der Bühne leider kein Märchen ist. Also lasst uns anfangen, Nein zu sagen.

Mare Kraustoitoitoi Magazin der GDBA - Die BühnengewerkschaftTHEATER&TITTEN.

Das Kollektiv Neuland beweise hier in »kurzweiligen 90 Minuten« beim »rasanten Rate- und Glücksspiel«, dass das »Spiel um friedliche Chancenungleichheit sehr unterhaltsam sein könne«. Das Publikum habe sich »prächtig amüsiert - und begeistert mitgespielt« und die »großartige Ensembleleistung« mit »begeistertem Applaus« belohnt.

Ingeborg SalomonRhein-Neckar-ZeitungJa klar und am Ende ist dann eh wieder der Kapitalismus schuld

Als »Persiflage einer Spielshow« werde Kapitalismus-Kritik hier präsentiert. »Gut gemacht« sei die »Show voller Tempo, Persiflage und Witz«. Das jugendliche Publikum habe »eine Menge Spaß« und die im Publikum sitzenden Senior*innen würden sicher »ins Grübeln [kommen] darüber, wie sie sich denn selbst in einer Welt des Kapitalismus positioniert hatten und welche Wertvorstellungen sie der nächsten und übernächsten Generation denn mitgeben wollen und sollen«.

Eckhard BritschMannheimer MorgenJa klar und am Ende ist dann eh wieder der Kapitalismus schuld

Regisseurin Yvonne Kespohl habe das Thema Künstliche Intelligenz über 60 »spannende[n] Minuten« »klug in Szene« gesetzt, die Uraufführung sei vom Publikum »begeistert gefeiert« worden, berichtet Ingeborg Salomon in der Rhein-Neckar-Zeitung (28. Januar 2023). »Überzeugend« findet die Kritikerin die Darstellung der beiden »Kunstfiguren« durch Hannah Hupfauer und Mare Kraus. Das Stück greife »die Themen Macht, soziale Kontrolle und erste Verliebtheit auf und einfühlsam die ganze Palette verwirrter Teenager-Gefühle« und biete zudem »reichlich Gesprächsstoff« zum sehr aktuellen Thema Künstliche Intelligenz.

Ingeborg SalomonRhein-Neckar ZeitungIolaos Mantikor

Das Kollektiv FAUL&HÄSSLICH. wolle sich »durch produktive Auseinandersetzung gängigen Narrativen widersetzen«, um so »Sichtweise[n] gegenüber kritischen Inhalten auf radikale Weise zu verändern« berichtet Thaddäus Maria Jungmann für kritik-gestalten.de über den Workshop, in welchem Jugendliche sich »auf eine kritische Weise mit den drei Werken 'Hamlet', 'Der Widerspenstigen Zähmung' und 'Was ihr wollt' von Shakespeare« beschäftigen sollen. FAUL&HÄSSLICH. erkenne »die Gefahr der Literatur als Ideologie […]« und frage nach, »wie diese Sprache durch ständige Wiederholung auch heute noch das gesellschaftliche Sein definiert«, so Jungmann.

Thaddäus Maria Jungmannkritik-gestalten.deREWRITING HERSTORY – Ophelia im Planschbecken der Fremdbestimmtheit.

Dass Widerstand übrigens auch einfach nur schön sein kann, beweist Roland Schimmelpfennigs Adaption von Hans Christian Andersens Das Märchen von der kleinen Meerjungfrau. Die Arbeitswelt hinter sich lassend, realisieren drei Jugendliche ihren Wunsch, in das Unterwasserreich einzutauchen. Mit reichlich Fantasie fabulieren sie über Tiefseeschlösser und das Treiben der Fische; im Zusammenspiel mit dem zauberhaften Song Welle um Welle von Lina Maly entwickelt sich eine Traumreise.

Björn HayerDer Freitag Das Märchen von der kleinen Meerjungfrau

Ein schöner, kleiner 70-Minüter über die Macht der Fantasie", befindet Volker Oesterreich über die Inszenierung von Roland Schimmelpfennings "Das Märchen von der kleinen Meerjungfrau": "Regisseur Marcel Kohler und sein Darsteller-Trio Mare Kraus, Timo Jander und Leon Wieferich planschen sich eimerweise in ein feucht-fröhliches Theatervergnügen für Menschen ab zehn Jahren.

Volker OesterreichRhein-Neckar Zeitung Das Märchen von der kleinen Meerjungfrau

Das so kompetent inszenierte wie gespielte Schauspiel erzählt vom Halt, den Menschen einander geben können, davon, dass wir alle Angst haben, niemand damit allein ist. Also: Flügel anschnallen und angucken, es lohnt sich.

Martin VögeleMannheimer Morgen Angst oder Hase

Was die „Mut-Show" von Julia Haenni so spannend macht, ist die enge Verbindung von jugendlichen Verhaltensweisen - man spürt die Recherche, die dem Stück vorangegangen ist - mit dem Schauspielerdasein. […] Alle drei gehen das überzeugend performativ an: Rolle und Schauspielerpersönlichkeit scheinen miteinander zu verschmelzen. Durch diesen Spielvorgang entsteht ein wunderbares Flirren: das Spiel erscheint existentiell, zugleich aber ironisch gebrochen und ganz leicht. […] Das macht Spaß, diesem Ensemble mit seinen komödiantischen Möglichkeiten zuzuschauen, allen voran die strahlende Mare Kraus, aber auch Johanna Dähler, Simon Labhart und Leon Wieferich.

Manfred JahnkeDie Deutsche Bühne Angst oder Hase

Mann, Frau, trans, queer, bi, usw. Wer liebt wen und warum eigentlich? Heute wird diese Frage viel diskutiert, während man (!) im 18. Jahrhundert kurzen Prozess machte: Anastasius Lagrantinus Rosenstengel war vermutlich die letzte Person, die in Europa wegen „Unzucht des Weibes mit dem Weibe" hingerichtet wurde. Das war 1721. Im Heidelberger Zwinger1 erweckt Mare Kraus sie jetzt zu neuem Leben. Und wie! Die Schauspieler:in stellt in einer höchst eindrucksvollen Show Geschlechtsidentitäten in Frage. Kraus performt in einer feministischen Annäherung die Geschichte der Person Rosenstengel, die schon als Fünfzehnjährige Männerkleidung anlegt und sich fortan Anastasius Lagrantinus Rosenstengel nennt. „Die Geschlechtsidentität der historischen Person (nach heutigen Begriffen) ist nicht bekannt. Wir nehmen uns nicht heraus, sie zu bestimmen", erklärt der Programmzettel. Gut so.

Ingeborg SalomonRhein-Neckar Zeitung anastasius – don’t call me by my deadname

„Farm der Tiere“ wurde zu einer 80-minütigen, verdichteten und universellen Analyse von den Strukturen der Macht. In der drohenden, expressionistischen Kulisse von Jörg Zysik gelang es Mare Kraus, Markus Penne und Matthias Guggenberger in einem quirligen Mix aus Erzählung und Spielszenen, diese Strukturen offen zu legen. […]

Wo sich die Wahrheit nicht mehr verbiegen lässt, hilft halt nur noch die eindeutige Lüge, um die Dinge wieder unumstößlich zu machen. Mare Kraus beherrscht als „Quieker“ diese Kunst der säuselnden Rede, hinter der die Falschheit lauert, perfekt.

Bettina SchackNeue Ruhr Zeitung Farm der Tiere

Immer schön und fleißig sollen Frauen sein, und dagegen wehren sich die vier von FAUL&HÄSSLICH. mit ihrem Stück [...]. „Schichtarbeit“ riss das Publikum zu langen Ovationen von den Stühlen, denn ob Text oder Dramaturgie, Licht oder Musik, Tanz, Choreografie oder Schauspiel - es stimmte alles.

Eva KarnofskyNeue Ruhr Zeitung SCHICHTARBEIT

Durchdacht und perfekt strukturiert, mit klaren Ansagen und packend inszeniert in einem Mix aus Schauspiel, Textcollagen, Tanztheater und Interaktion [...]. Stehende Ovationen der Besucher für das ungeschminkte Bekenntnis zum Feminismus mit den Mitteln des gesellschaftlich relevanten Theaters.

Bettina SchackNeue Ruhr Zeitung SCHICHTARBEIT

Olimpia, geschaffen 1816. In ihrer Version trägt sie ein Akkordeon. Jenes 1828 patentiertes Musikinstrument, das mechanisch atmet, um mit künstlichen Zungen zu singen. Olimpia (Mare Kraus) selbst gleicht einer Porzellanpuppe mit zerzaustem Spitzenkleid und verfilzten Haaren. Ihr Akkordeonspiel ruckelt und hakelt, als müsse die Mechanik geölt werden. Aber wenn sie „All good things (come to an end)“ singt, ist sie ganz Seele. Die Projektion einer Seele. Einer gequälten, leidenden Psyche, die sich nur noch vom eigenen Wunschbild verstanden fühlt. […]

Der Gesangsauftritt der Olimpia war der atmosphärisch verdichtete Höhepunkt einer Inszenierung, die dieses Prinzip selbst in sich verkörperte.

Bettina Schack Neue Ruhr Zeitung Der Sandmann

Lisa Danulat hat in ihrem Stück „Die Kinder von Nothingtown“ gesammelte Gedanken und Empfindungen von Jugendlichen zu einer poetischen Reise ins Erwachsenwerden in einer oberflächlichen, konsumorientierten und zugleich (über-)fordernden Welt verarbeitet. Dafür erhielt sie 2018 den renommierten Kathrin-Türks-Preis. […]



Anna Scherer, Leiterin des Kinder- und Jugendtheaters der Burghofbühne, inszenierte die „Kinder von Nothingtown" als einen grell-bunten Albtraum, eine surreale Studie in Pink. […] 
Ein Gesellschaftsporträt, so laut und oft durch Überzeichnung treffend, dass es schmerzte.

Bettina Schack Neue Ruhr Zeitung Kinder von Nothingtown

Im Zentrum der schlüssigen Inszenierung Wolf-Dietrich Sprengers am Ernst Deutsch Theater meistert Mare Kraus bravourös ihre erste anspruchsvolle Hauptrolle. Blitzschnell verwandelt sie sich immer wieder von der herzensguten und liebenden Shen Te in den egoistischen und kaltherzigen Shui Ta. Je länger das Stück läuft, desto mehr zeigt sie die Seelenqualen, die sie in ihrer Doppelrolle aushalten muss.

Heinrich ÖhmsenHamburger Abendblatt Der gute Mensch von Sezuan